MHK Journal

11. September 2023 

Macht Matter die vernetzte Küche möglich?


Mit der Home Connect App lassen sich Hausgeräte von Bosch, Siemens, Gaggenau, Neff und weiteren Marken so vernetzen, dass sie über ein Smartphone, Tablet, eine Smartwatch, via Amazon Alexa oder Google Home gesteuert werden können. Die smarte Nutzung erlaubt individuelle Einstellungen, wichtige Statusmeldungen und Tipps zur nachhaltigen Nutzung. Der neue Standard Matter soll in naher Zukunft dafür sorgen, dass smarte Geräte – unabhängig von welchem Hersteller – miteinander kommunizieren und interagieren können.

Stefanie Lipps, Managing Director & Head of Home Connect Brand & Partnering

Sandra, du bist Interior Stylistin bei Häcker. Was genau sind deine Aufgaben hier?

Ich bin zuständig für die zielgruppenorientierte Konzeption und Gestaltung der Küchen und Livingbereiche bei Häcker Küchen. Jährlich dekoriere ich zur Area 30, mit einem kleinen Team, unsere Hausausstellung die 3800qm umfasst. Ebenso dekoriere ich alle externen Messen, die zum Beispiel in Mailand, Berlin, Paris und Leipzig stattfinden. Zusätzliche unterstütze ich einige Fotoproduktionen im In- und Ausland. In meinem Job ist es besonders wichtig, kontinuierlich Trends zu analysieren, den Markt zu beobachten und Moodboards zu erstellen.


Kurz gesagt, ich bringe unsere schönen Küchen zum Leben.

The MHK Journal: Der neue Datenstandard Matter soll den Durchbruch für das Smart Home bringen, weil dann alle Geräte im Haushalt miteinander verbunden werden können, auch wenn sie von unterschiedlichen Herstellern sind.



Was heißt das konkret für Home Connect?

Stefanie Lipps: Wir sind fest davon überzeugt, dass sich Matter positiv auf das Geschäft mit smarten Hausgeräten auswirken wird, da der Standard die Integration der Geräte noch einfacher macht und einen Grundumfang von interoperablen Funktionen festlegt.


Wir wollen unseren Konsument:innen die besten Services bieten. Das erreichen wir heute über unsere App und unsere Ökosystempartner, über die unsere Geräte bereits mit vielen anderen, führenden Systemen kompatibel sind… Dank Matter können wir den Verbraucher:innen in Zukunft einen zusätzlichen Nutzen bieten.


"... SMARTE TECHNOLOGIEN SOLLTEN FÜR JEDERMANN ZUGÄNGLICH SEIN"

The MHK Journal: Welche Vorteile sehen Sie im Matter-Standard?

Stefanie Lipps: Geräte lassen sich damit noch einfacher, intuitiver und auch herstellerübergreifend miteinander vernetzen und können so noch bessere Dienste für ihre Besitzer:innen leisten. Und das ohne weiteres Zutun – Spülmaschinen werden beispielsweise so zukünftig automatisiert Wasser oder Strom sparen, da sie sich zu Zeiten einschalten, in denen beides verfügbar und günstig ist. Davon werden dann nicht in erster Linie Smart Home interessierte Konsument:innen profitieren können.

The MHK Journal: Macht das die Beratung im Küchenstudio für vernetzte Hausgeräte einfacher?

Stefanie Lipps: Matter wird es sicherlich noch einfacher machen, vernetzte Hausgeräte im Küchenstudio zu demonstrieren und die Vorteile erlebbar zu machen. Heute begeistern wir bereits viele Nutzer:innen damit, dass sie automatisch Backofenprogramme aus ihrer Lieblings-Koch-App auf den Ofen senden können, von ihrer Spülmaschine erinnert werden, dass die Tabs zur Neige gehen, oder sich die Schrägesse automatisch auf das einstellt, was aktuell unter ihr auf dem Herd gekocht wird. Das geht dann in Zukunft noch einfacher.


DER NEUE STANDARD ZIELT DARAUF AB, DASS GERÄTE HERSTELLERUNABHÄNGIG NAHTLOS MITEINANDER KOMMUNIZIEREN KÖNNEN.

The MHK Journal: Auf welche Punkte sollte in der Beratung geachtet werden?

Stephanie Lipps: Nach wie vor gilt es zu ermitteln, was sich die Konsument:innen wünschen in Sachen Funktionen und Design, denn die Kompatibilität zur Vernetzung kommt ja bereits mit dem neuen Standard.

Nutzer:innen brauchen dann entweder die Home Connect App oder eine andere App oder System, das Matter-fähige Geräte steuern kann. Mithilfe der Anwendung können sie Matter-Geräte verwalten, Szenarien einrichten und Einstellungen anpassen.