19. September 2023
Interview: Jungunternehmerin Sarah Ritterbusch
Die 34-Jährige kommt aus der Tourismusbranche und startete vor sechs Jahren als Quereinsteiger im Alfelder Küchenstudio Noack. Heute ist sie Prokuristin, Studioleiterin von zwei der insgesamt vier Standorte sowie verantwortlich für Personalfragen. Perspektivisch soll Sarah Ritterbusch Küchen Noack übernehmen und weiterführen.
In den letzten neun Monaten absolvierte sie die Weiterbildung „Zertifizierte Führungskraft in Handel und Handwerk“. Im Fokus der Weiterbildung, die die MHK Group in Zusammenarbeit mit der IHK und der MSH Akademie anbietet, stehen das Themenfeld Mitarbeitergewinnung sowie Mitarbeiterbindung und -führung, das sich in den vergangenen Jahren stark verändert hat und deutlich komplexer geworden ist.

Sarah Ritterbusch, Küchen Noack in Alfeld
Inwieweit fühlen Sie sich jetzt nach der Weiterbildung „Zertifizierte Führungskraft in Handel und Handwerk“ gestärkt bzw. in welchen konkreten Punkten hat Ihnen die Weiterbildung am meisten geholfen?
Die Weiterbildung hat mir noch einmal verdeutlicht, wie wichtig die Kommunikation mit den Mitarbeitenden ist. Besonders hilfreich für die Praxis fand ich Tools wie die Leistungsbeurteilung.
Was war für Sie während der Weiterbildung am spannendsten?
Das Thema Kommunikation war für mich nicht nur sehr hilfreich, sondern auch am spannendsten. Denn es ist enorm wichtig zu wissen, wie ich auf meine Mitarbeitenden eingehe, wie ich lerne, sie richtig einzuschätzen und wie ich auch kritische Punkte anspreche. Und auf diese Fragen hat die Weiterbildung viele wichtige Antworten geliefert.
Warum würden Sie Nachwuchs-Unternehmer:innen die Weiterbildung „Zertifizierte Führungskraft in Handel und Handwerk“ unbedingt weiterempfehlen?
Der praxisnah vermittelte Stoff ist natürlich der wichtigste Grund. Aber nur eine Seite der Medaille. Die andere ist der intensive und sehr erkenntnisreiche Austausch, der untereinander stattfindet. Viele der Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer sind in den Familienbetrieb hineingewachsen. Sie kennen die Strukturen und haben sie übernommen. Zu schauen, was andere machen – und vielleicht auch besser machen – welche neuen Wege gegangen werden können, war für mich mit Blick in die Zukunft mindestens genauso inspirierend.
Zudem möchte ich an dieser Stelle für mehr Mut, mehr Selbstständigkeit und mehr wirtschaftliches Engagement bei anderen Frauen werben, damit im nächsten Durchgang der Weiterbildung vielleicht der Anteil der Frauen etwas höher liegt. „Unternehmer sein ist kein männliches Privileg“, unsere Performance ist genauso gut wie die der Männer, auch wenn wir eher mit Empathie und Weitsicht führen.“
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