MHK Journal

22. September 2026 

Im Gespräch: Timo Mänz, Sales Manager für den Bereich Küche bei Villeroy & Boch


Welche Entwicklung wird in der Küchenbranche derzeit noch unterschätzt – und warum könnte sie in drei bis fünf Jahren entscheidend sein? 

Kaufentscheidungen werden zunehmend danach getroffen, ob ein Produkt zum eigenen Lebensstil und den damit verbundenen Werten passt. Deshalb sollte die Küchenbrancheeinen sehr genauen Blick dafür entwickeln, wie jüngere Menschen heute leben möchten. Individualität, Flexibilität und Nachhaltigkeit sind aus meiner Sicht die zentralen Kategorien. Für die Küche heißt das: Das starre „Einbau-Monolith"-Prinzip, bei dem eine Küche als geschlossene, unveränderliche Einheit geplant wird, verliert an Relevanz. Stattdessen wächst der Wunsch nach Komponenten, die sich austauschen, mitnehmen oder in neue Kontexte integrieren lassen – ohne Kompromisse in Sachen Qualität und Langlebigkeit zu machen. Da dieser Trend zu modularen und kreislauffähigen Küchen genau unsere Kernkompetenz trifft, sehen wir uns für die Zukunft hervorragend aufgestellt: Mit unseren beiden Marken Villeroy & Boch und Ideal Standard entwickeln wir langlebige, robuste und zeitlose Keramikspülen und Edelstahlarmaturen, die sich konsequent in modulare, leicht austauschbare und rückbaubare Küchenkonzepte einbinden lassen. 


1926: Was kann die Küchenbranche heute, 100 Jahre nach der Frankfurter Küche, noch von ihr lernen? 

Funktionalität, Ergonomie, Raumoptimierung 

2026: Was sind Ihre diesjährigen Messehighlights? 

Keramikspüle Subway Flat/o 

2036: Welche neue Selbstverständlichkeit erleben wir in der Küchenbranche? 

Individualität, Flexibilität, Nachhaltigkeit 

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