24. September 2026
Unter einem Dach: Franke nutzt den Neustart auf Gut Böckel für den Blick nach vorn
Wer während der Küchenmeile das Dachgeschoss des Schlittenmuseums auf Gut Böckel besucht, begegnet gleich zwei bekannten Namen unter einem Dach. Nach dem house4kitchen präsentiert sich Franke in diesem Jahr am neuen Standort mit berbel. Der gemeinsame Showroom ist sichtbarer Ausdruck einer Partnerschaft, die seit der Übernahme der WESCO Gruppe durch die Franke Gruppe zunehmend Gestalt annimmt. Beide Marken behalten ihre Eigenständigkeit, nutzen die Fläche jedoch als gemeinsame Marken- und Schulungsplattform. Hier wird vor allem deutlich, dass sich beide Unternehmen nicht nur räumlich annähern. Auch bei den Neuheiten rücken Themen wie Integration, Komfort und die möglichst unsichtbare Technik stärker in den Mittelpunkt.

Wenn die Spüle verschwindet
Besonders viel Aufmerksamkeit ziehen zwei Konzepte auf sich, die derzeit noch Zukunftsmusik sind. Immer wieder bleiben Besuchergruppen vor den Studien Mythos Supernova und Mythos Atlantic stehen, diskutieren Details oder warten auf die nächste Vorführung. Der Grund wird schnell deutlich: Beide Konzepte denken den Spülbereich völlig neu. Bei Mythos Supernova verschwindet die Spüle unter elektronisch gesteuerten Aluminiumlamellen und wird erst sichtbar, wenn sie tatsächlich gebraucht wird. Gleichzeitig verwandelt ein neu konzipiertes Ordnungssystem den Raum unter der Spüle in eine durchdachte Organisationszentrale für Küchenhelfer, Reinigung und Abfalltrennung.
Bei Mythos Atlantic steht dagegen die Inszenierung im Mittelpunkt. Per Knopfdruck fährt ein Modul mit Armatur und Zubehör aus der Arbeitsplatte heraus. Ergänzt durch Licht wird der Spülbereich zum Blickfang und verschwindet nach der Nutzung ebenso elegant wieder aus dem Sichtfeld. Die Botschaft hinter beiden Konzepten: Selbst die Spüle, bislang eines der statischsten Elemente der Küche, könnte künftig deutlich flexibler und wohnlicher gedacht werden.



Bereits zum Kollektionswechsel verfügbar
Wesentlich näher am Markt sind die Produktneuheiten, die Franke bereits zum kommenden Kollektionswechsel anbietet. Dazu zählt die neue Generation der 2gether-Kochfeldabzüge. Im Mittelpunkt steht die Idee, Technik möglichst unsichtbar in die Küchenarchitektur zu integrieren. Bedienelemente erscheinen erst bei Nutzung, die Dunstabzüge treten optisch in den Hintergrund und matte Glasoberflächen greifen einen der großen Küchentrends der diesjährigen Messe auf. Für Aufmerksamkeit sorgt auch die neue Mythos 2gether Slide. Hier öffnet und schließt sich die Abdeckung des Dunstabzugs automatisch.
Gefiltertes Wasser direkt aus der Armatur
Mit der neuen Maris Slim Clear Water erweitert Franke sein Armaturenportfolio. Das Modell liefert auf Knopfdruck gefiltertes Trinkwasser und führt dieses über einen separaten Wasserkreislauf. Der dreistufige Filter reduziert unter anderem Mikroplastik, PFAS sowie geschmacks- und geruchsbeeinträchtigende Stoffe. Erhältlich ist die Armatur in verschiedenen Oberflächen, darunter Black Matt, Anthrazit, Gold und Kupfer.

Mehr Ruhe am Spülplatz
Ebenfalls neu ist die Beckenserie Box DrainMax. Auf den ersten Blick fällt der groß dimensionierte Ablauf mit XXL-Siebkorb auf. Dahinter steckt vor allem ein Komfortgedanke. Der Wasserablauf soll effizienter funktionieren und Verstopfungen vermeiden.
Der Auftritt auf Gut Böckel macht vor allem eines deutlich: Für Franke ist der Umzug ins Schlittenmuseum weit mehr als ein Standortwechsel. Gemeinsam mit berbel entstanden hier nicht nur neue Ausstellungsflächen, sondern auch eine Bühne für die gemeinsame Zukunft. Die Neuheiten zeigen dabei, wohin die Reise geht: Technik tritt zunehmend in den Hintergrund, während Komfort, Integration und Wohnlichkeit in den Mittelpunkt rücken.
