MHK Journal

19. September 2026 

Im Gespräch: Lasse Naber, Geschäftsführender Gesellschafter, Naber GmbH


Welche Entwicklung wird in der Küchenbranche derzeit noch unterschätzt – und warum könnte sie in drei bis fünf Jahren entscheidend sein? 

Eine der meistunterschätzten Entwicklungen ist aus meiner Sicht der Wandel des Großhandels vom Produktlieferanten zum Kompetenz- und Lösungspartner. Die Branche steht vor Herausforderungen, die in den kommenden Jahren alle Ebenen betreffen: Digitalisierung, Datenqualität, Nachhaltigkeit, Fachkräftesicherung sowie steigende Anforderungen an Individualisierung und technische Integration. 

Verbraucher erwarten zunehmend individuelle Lösungen, hohe Funktionalität, nachhaltige Produkte und miteinander kompatible Systeme. 

 

Die klassische Distributionsfunktion reicht somit nicht mehr aus. Damit gewinnt Systemkompetenz entscheidend an Bedeutung. Wir sehen bereits heute eine Entwicklung weg vom Einzelprodukt hin zu integrierten Lösungen – etwa bei Licht, Lüftung, Wasser und Interieur. Ein guter Großhändler verbindet Sortiment, Logistik, Beratung und Service zu einem Gesamtpaket und schafft damit Planungssicherheit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. 

 

Digitalisierung und KI werden Prozesse verändern und effizienter machen. Doch gerade bei komplexen Projekten wird der persönliche Austausch entscheidend bleiben. Wer digitale Kompetenz mit Systemwissen und persönlicher Beratung verbindet, wird sich in drei bis fünf Jahren klar differenzieren. 


1926: Was kann die Küchenbranche heute, 100 Jahre nach der Frankfurter Küche, noch von ihr lernen? 

Planung nach Bedürfnissen 

2026: Was sind Ihre diesjährigen Messehighlights? 

TABLON® Interieur, Naber LIC 2.0, die neue Messing-Armaturenserie Reban | Design trifft Technologie 

2036: Welche neue Selbstverständlichkeit erleben wir in der Küchenbranche? 

Vernetzt. Individuell. Unsichtbar. 

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